Es war einmal. . . . das Laufmärchen

Ein Gastbeitrag von Alexandro:

Ich glaube so fangen alle Märchen an. Mein Märchen heißt Laufen. Ich erinnere mich noch genau. 31.12.2010. Der kleine Alex feucht-fröhlich:” Ab 01.01.2011 werde ich anfangen zu Laufen und werde noch dieses Jahr meinen ersten Marathon laufen. Gesagt getan; Alexandros Laufmärchen beginnt; ich hatte von Joggen/Laufen 0 Ahnung. Also fing ich einfach mal an. In einer schlabrigen Jogginghose, Turnschuhe die ihre besten Tage bereits hinter sich hatten und ein Baumwoll T-Shirt. Die ersten paar Läufe waren sehr anstrengend. Die ersten Läufe beliefen sich auch immer nur auf höchstens zwei Kilometer. Als ich dann nach einiger Zeit merkte wie mein Körper nicht mehr wollte, hörte ich einfach auf zu trainieren. Ich hatte Schmerzen im Knie, im Rücken, naja das übliche. Ungefähr zwei Monate später fing ich wieder an zu Laufen. Ich holte mir Bücher, sprach auf der Arbeit übers Laufen. . . .Dann dachte ich mir, allein laufen willst Du nicht. Gibt es nicht Webportale wo man gleichgesinnte findet? Ja die gab es. Und so meldet ich mich bei “mein Sportpartner” an. Und es fand sich dort eine Person die mir das Laufen nahe brachte. Den ersten Kontakt mit ihm werde ich nie wieder vergessen. Treffen war am Kissingenstadion. Wir liefen einfach mal los; ich merkte das wird mir guttun. Ich war motiviert; er hatte schon viele Lauferfahrungen. Wir liefen und liefen unsere Runden. Dann fing es so kräftig an zu regnen daß man seine Hand vor Augen nicht mehr sah. Er sagte:” Es liegt immer nur an der falschen Kleidung und nicht am Wetter!” Wow, dachte ich. Lass dir jetzt bloß nichts anmerken und lauf weiter. Dann haben wir meine HFmax versucht rauszufinden, Einführung ins Lauf ABC . . . . ..Es war DAS einschneidenste Erlebnis in Sachen Laufen für mich. An dieser Stelle mal: HERZLICHEN DANK DAFÜR MILOSZ!!!

Bis zu dem Tag hatte ich immer noch keine Funktionkleidung. Ich bin seitdem schön fleißig weiter gelaufen. Ich habe eine Laufpartnerin in Pankow gefunden mit der ich seitdem dreimal die Woche laufe. Als mich die Realität wieder hatte, merkte ich, daß ich den Marathon von 42 Kilometern noch nicht laufen konnte. Es gab vorher aber noch eine Messe am Flughafen THF. Da gab es Funktionkleidung ohne Ende^^ Ja, ich habe mich endlich eingedeckt; mit warmer Kleidung, mit lockere Kleidung. . . .Dann lief ich weiter und weiter. . . Da ich mich immer noch nicht für den diesjährigen Marathon fit fühle aber schon viel weiter in meiner konditionellen Verfassung bin als zu Anfang, habe ich mich zum Halbmarathon angemeldet. Und den lauf ich mit Genuss. Ich freu mich da so wahnsinnig drauf. Auch wenn ich weiß, daß ich nicht vorne mitspiele, sondern irgendwo in der Mitte landen werde. Doch mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Mein oberstes Ziel ist es wirklich, bis ins hohe Alter zu Laufen und mich fit zu halten. Und hin und wieder auch mal mit der Kamera beim Marathon aufgefangen zu werden :-) Ich kann nur jedem Nicht-Läufer raten zu Laufen. Es hat sooo viel positive Effekte auf den Körper die Psyche. Einen Rollator mit 80 werde ICH nicht brauchen.

Meine neue Trainingsrolle – Tacx Flow Multiplayer T2220

Meinen Bestrebungen in diesem Jahr meinen ersten Triathlon zu absolvieren steht immer noch meine Knieverletzung im Wege. Nachdem es nun nach über 11 Wochen seit dem „Vorfall“ immer noch nicht 100%ig besser geworden ist, habe ich also genug Zeit um die anderen beiden Trisportarten intensiv zu üben. Ich widme mich also dem Schwimm- und Radtraining, da dies meinem Knie nicht zu schaden scheint. Laufen ist zwar mittlerweile 2-3 mal die Woche wieder drin, aber mehr als 16km am Stück bei einer 6er Pace traue ich mich noch nicht. Denn es handelt sich bei der Knieverletzung, nach einem MRT vor ein paar Wochen, nun wohl doch um einen Innenmensikusriß, aber dazu eventuell mehr in einem anderen Post.
Im letzten Beitrag habe ich etwas über mein letztes Trainingsgadget fürs Schwimmen geschrieben, und da ich ohne intensives Laufen doch etwas frustriert war, habe ich in einem kurzen Anfall von Spontanität mir die Spendierhosen angezogen und bei eBay ein zweites Rennrad und eine Trainingsrolle bestellt. Ich gebe zu, dass zu dem Laufentzugsfrust das wirklich miserable Wetter ein Stück dazu getan hat. Ich habe mir bei meinen letzten Ausfahrten teilweise echt etwas(?) abgefroren, und als dann auf einmal  auch noch Schneeregen meinen Trainingseifer gedämpft hat, war die Entscheidung für eine Trainingsrolle schnell getroffen.

Da ich ja ein datensammelnder Computerfreak bin musste die Rolle natürlich irgendwo ein Interface haben um die Daten für Kadenz, Geschwindigkeit, Herzfrequenz und Power, die sie sammelt an Sportracks zwecks Auswertung übertragen zu können.

Nach einer kurzen Recherche und nachdem ich ein tolles Produktvideo gesehen habe, bin ich ziemlich „spitz“ auf die Tacx Rollen geworden.

Meine Wahl fiel dann auf die Tacx Flow Multiplayer T2220, welche ich für 329 €uronen per Sofortkauf als „fast neu“ mein eigen nennen darf. Im Gegensatz zur Fortius Rolle von Tacx simuliert die Flow nicht Abstiege, indem sie das Rad per Motor zusätzlich antreibt. Allerdings war mir das zwecks Trainingshärte nicht so wichtig. Bergab ausruhen kann ich mich ja dann im Wettkampf. Und c.a. 100 – 300€ mehr für diese Funktionalität war’s mir dann auch nicht wert.

Aufbau

Hat zwar etwas lang gedauert — ich glaub ich mir für den mechanischen Teil mal zwei Stunden gelassen. Die Anleitung ist zu verstehen und für mich als Anfänger ohne größeren Stress zu bewältigen. Das Einzige wo man aufpassen muss, ist das man den richtigen Adapter (oder eben keinen) an die Rolle verbaut, je nachdem wie der Raddurchmesser ist. Ich habe mich hier an die Anleitung gehalten, aber das Rad dann nicht in die Halterung rein bekommen, da das Rad zu groß erschien. Also habe ich den Adapter für die nächste Größe anmontiert, und jetzt erschien das Rad viel zu klein. Das Geheimnis war aber schnell gelöst, da man die Rolle zum Fahren an das Rad randrückt und sie dann einrastet. Das heißt im ersten Zug habe ich alles richtig gemacht, doch als ich das Rad zuerst anschließen wollte, war die Rolle im eingerasteten Zustand und die Schraube für die Feinjustierung auch ganz angezogen. Deswegen wollte das Hinterrad nicht hinein passen. Jetzt fahr ich mit Adapter mit ganz angezogener Schraube, weil ich mir die Schrauberei zum dritten Mal ersparen wollte, aber dank Feinjustierschraube, geht das auch.

Software

Die Software installierte sich bei mir leider Ewigkeiten, was eventuell an der Treiberinstallation lag. Ich hatte zwei Laptops (klein und groß) und meinen stationären PC  zur Verfügung. Ich habe mich für meinen stationären PC entschieden. Der Produktcode gilt wohl nur für einen Computer, und erst nach der Eingabe des Codes kann man auch mit diesem Computer ein Training fahren. Zum Glück gibt es aber eine Trial Periode von 5 Tagen. Die Software wurde in den 6 Woche in denen ich die Rolle nun besitze zwei Mal aktualisiert, auf die nun mehr 3.9er Version. Hier zeigt sich, dass der Hersteller sich der Verpflichtung eines Markenproduktes bewusst ist und die Software pflegt. Auf der anderen Seite schein es natürlich auch so zu sein, das sich ein Großteil der Einnahmen eben aus der Software und den Addons generiert, wo auch schon der nur auf einen Computer beschränkte Produktcode vermuten lässt. 99€ für die 3.x Trainersoftware zu berappen um mit einem zweiten Computer fahren zu können, ist doch ziemlich heftig, aber wer tausende von Euros in Carbonteile stecken kann, den wird das wohl nicht jucken. Mich juckt es schon.
Mir sind natürlich auch noch ein paar Bugs aufgefallen, die aber nicht besonders gravierend sind. Zb wird mein Anmeldepasswort nicht gespeichert obwohl ich das anklicke, und Die HF Zonenn, die ich nachträglich eingegeben habe verschwinden auch immer wieder. Aber das ist nur pipifax. Das einzige was ich als wirklich störend empfinde ist, dass die Software mit Administratorrechten laufen muss und dass sie verhältnismäßig viel CPU frisst, auch im Leerlauf!

Training

Aber die Software kann ja auch netten Schnickschnack. Und wegen dem Schnickschnack habe ich mir die Rolle ja auch gekauft. Im Internet mit Deinen Freunden fahren und in der virtuellen Realität gegeneinander antreten! Oder auch anhand echter Videos die Tour de France abfahren, einfach zu Hause, bei jedem Wetter! Geil oder!!?

Der Video Mode ist wirklich seeeehr interessant! Ich hab mich an DVD Tour Lombardy 2008, Strecke Nesso – Ghisallo Loop versucht: 51,74 km, Steigung max12,3%, Höhenmeter 650, Steigung im Schnitt 0,9%. à Nach 30km war ich fertig, fix und foxi, nix ging mehr. Aber das ich es als Fahrradanfänger überhaupt so weit geschafft hab, lag an den anderen Radfahrern auf dem Video. Ich wusste ja, ich überhol die eh, egal wie langsam ich fahre. Und so habe ich mir gesagt: Komm“ Den noch und den noch! Beim nächsten Mal werde ich aber den Powermode benutzen und die Schwierigkeit auf 50% oder so stellen, dann komm ich in den Genuss die ganze Strecke zu sehen.

Multiplayer: Wer hätte es gedacht, ich habe zwar jemanden im Bekanntenkreis der auch eine Multiplayer Rolle hat, aber wir haben es noch nicht geschafft uns für ein gemeinsames Training zu verabreden. Mit anderen über den Server gemeinsam zu fahren ist ein Kinderspiel, es gibt immer eine paar Routen die in 20-45 min losgehen, aber ich hab mich noch nicht getraut.

Den VR Modus hab ich einmal kurz bei mir auf dem Beamer angetestet (wen schon, denn schon :-) und fand es aber dann irgendwie doch nicht so spannend. Die Lenkung war am Anfang ein bisschen gewöhnungsbedürftig und die Grafik fand ich nicht besonders ansprechend. Vor kurzem ist aber die Trainersoftware 4.x herausgekommen mit verbesserter VR Grafik und neuen Terrains. Die Screenshots die man sehen kann, sehen schick aus. Aber auch für einen stolzen Preis von 129 €!

Sehr spannend finde ich auch die Möglichkeit draußen gefahrene und per GPS aufgezeichnete Strecken importieren zu können und zu Hause nachzufahren und mit Google Earth View zu visualisieren. OK, zu Hause ist man gut 25% schneller, weil man Verkehr und Straßenverhältnisse nicht mit importiert. Aber die ersten paar Male bin ich meine RealLife strecken nachgefahren, was mir den Einstieg  in der Rolle einfacher gemacht hat. Wie gesagt, draußen dunkel und kalt und Du machst trotzdem Deine Dir bekannte Runde. „Jetzt fahr ich an der Bushaltestelle vorbei, da kommt gleich die kleine Steigung und ….“ – Einfach nur cool!
Und vor allem es werden die anderen Fahrten die man schon auf der Strecke gemacht hat auch auf der Strecke als sich bewegende Radfahrer angezeigt, so dass man gegen „sich vor einer Woche“ fahren kann!

Der zweite Modus den ich am häufigsten fahre ist natürlich Catalyst Trainingsprogramme und Fitnesstests wie auf dem Ergometer. Hier habe ich seltsamerweise nur welche unter den Rubriken „Gefälle – Strecke“ und „Gefälle – Zeit“, die für Watt und Herzfrequenz sind leer. Ich habe aber die Möglichkeit, wenn ich sie brauche mir selbst welche zu erstellen. Die vorhanden Programme fülen mich aber komplett aus, sowohl zeitlich als auch körperlich.

Sporttracks

Alles wunderbar. Über den Analyser die Daten als HRM Datei exportieren und bei Sporttracks importieren. TIP: Wenn nicht alle Daten da sind, einfach nochmal exportieren und dabei die vorhandene Datei überschreiben. Bei mir hat’s geholfen.

Fazit

Um ehrlich zu sein, so sehr ich die Ausfahrten auch lieb gewonnen habe, im Winter geht nichts an einer Rolle vorbei, und die Tacx Rolle ist nun mein liebstes Trainingsgerät für zu Hause. Alles ist da was ich brauche, und von den vorhandenen Möglichkeiten habe ich in den letzten 6 Wochen grade mal 10-20% genutzt, obwohl ich 2-3 mal die Woche auf der Rolle bin. Wie gesagt Multiplayer, die Videos den VR Mode nutze ich kaum. Hab grade mal angefangen die Catalyst Programme anzupassen

Ich werde also noch lange Spaß haben mit der Rolle! Danke Tacx für ein tolles Produkt!

Produkttest: Swimovate PoolmatePro

Da ich mich seit einigen Wochen mit einer Bänderdehnung Innenmeniskusrißam linken Knie rumplage, konzentriere ich mich als angehender Möchtegern Triathlet zurzeit auf die anderen beiden Disziplinen als das Laufen, sprich Fahrradfahren und Schwimmen. Für diese Zwecke habe ich mir eigentlich eine neue Sportuhr bestellt, den Garmin Forerunner 910XT. Jedoch hat Garmin zurzeit Lieferschwierigkeiten, und hat den Liefertermin zuerst von irgendwann in Q4 2011 erst auf die KW1 2012 und dann auf die KW7 2012 geändert. Solange wollte ich aber mein Schwimmtraining nicht ohne detaillierte Auswertung lassen. Während meiner bisherigen Schwimmtrainings habe ich mich ja IMMER verzählt bei der Anzahl der Bahnen. Aussagen zur Geschwindigkeit und Qualität der jeweiligen Sets, ist natürlich absolute Fehlanzeige. Grade für mich als Kraulanfänger ist natürlich die Auswertung der Schwimmeffizienz sehr interessant.
Ich hatte also für das Schwimmtraining die Wahl zwischen dem Finis Swimsense® oder dem Swimovate PoolmatePRO um Zeit, Geschwindigkeit Bahnanzahl und Anzahl Schwimmzüge automatisch messen zu lassen. Eine Erfassung der Herzfrequenz wäre natürlich der Hammer, aber dafür sind die Geräte nicht ausgelegt.
So kam es dann auch dass ich ein fast neuen Poolmate PRO für 90€ (statt neu 129,95 €) bei Ebay ersteigern konnte.
Letzte Woche ist das Stück angekommen und ich hatte mittlerweile zwei Mal die Gelegenheit ihn auf einer 50m Bahn im Training zu testen.

Zuerst zu den Äußerlichkeiten:

Ich find den Pool-Mate recht schick! Die Verarbeitung erscheint solide und die Knöpfe sind groß genug und leicht zu treffen am Ende der Bahn. Die Bedienung ist wirklich kinderleicht. Bin kein Freund von Bedienungsanleitungen, aber die Settings zu finden war kein Problem, und das musste ich tun um mein Gewicht, Bahnlänge, Uhr links/rechts und Gewicht einzutragen. Swimovate stellt auch ein kleines Video auf youtube zur Verfügung in dem die Bedienung erklärt wird, so dass ich es bei dem kinderleicht belasse.
Das Training
Also ab ins Wasser, Knopf links unten drücken und los geht’s- Nach jedem Set wieder den gleichen Knopf drücken um Pause einzuschalten. Nach dem Training, den Knopf wieder drücken, diesmal nur lang. Also alles tutti? Leider nein! Bei beiden Trainings hat sich der Bahnenzähler verzählt!
Ich bin keine 250m oder 150m Sets geschwommen (nur 50, 100, 200) und die Werte für diese Sets in punkto Geschwindigkeit, Stroke Count und Effizienz in der Auswertung voll aus der Rolle fallen. Am Anfang dachte ich ja noch ich hab mich doch wieder verzählt ;-).
Beim Training 1 wurden 2 von 14 Sets mit einer Bahnlänge zu viel erkannt.
Beim Training 2 wurden 3 von 13 Sets mit einer Bahnlänge zu viel und einer mit einer Bahnlänge zu wenig erkannt.
Gründe für die Fehlerkennung sehe ich in Situationen wo man mit anderen Schwimmern zusammenstößt und kurz inne halten muss: Den Schwimmstil kurz zu wechseln ist natürlich auch fatal. Aber alles Dinge die in einem Schwimmbad passieren, und zwar auch in der Sportschwimmerbahn.

Software und PC Verbindung:
Die Verbindung zum PC funktioniert einwandfrei. Installation problemlos, Uhr auf Datenübertragung stellen, in den Pod stellen und schon wird die Übertragung gestartet. Dabei wird eine CSV angelegt, die als Ausgangsbasis dient um einen Import in meine Sportracks Software zu bewerkstelligen.
Die hauseigene Software finde ich zwar einfach in der Bedienung aber das Aussehen ist mehr als unterirdisch. Das sieht einfach nach einer Billigproduktion aus Indien aus. Die Übersichtsanzeige, scheint auch nicht die Durchschnittswerte für Geschwindigkeit und Effizienz des Trainings zu nehmen sondern das erste Set anzuzeigen. Ein krasser Bug für eine 1.1 Version!

Da die Uhr Fehler beim Zählen der Bahnen macht, sollte es unbedingt eine Möglichkeit in der Software geben das zu korrigieren. Der Effizienzwert und die Gesamtstrecke als auch die Durchschnittswerte sollte dann gemäß neuer Streckenlänge in der Software nachberechnet werden.
Die Möglichkeit die ich jetzt nutze ist, die CSV Datei manuell zu editieren. Das ist nicht besonders benutzerfreundlich, zumal die Berechnung des Effizienzwertes nicht genau erklärt ist. (ist aber auch keine Hexerei ;-).
Besonders als fehlend empfinde ich, dass die einzelnen Pausenzeiten zwischen den Sets nicht erfasst werden. Man kann nur in der Auswertung auf der Uhr sehen wie viel Gesamtpause es gab, aber auch nur an der Uhr… nicht in der Software.
Auch gibt es keine Kennzeichnung je nach Schwimmstil des Sets.
Hier sollte insgesamt dringend nachgebessert werden!

Sporttracks:
Da ich meine Trainings möglichst in einem Tool haben möchte widme ich mich jetzt diesem Thema.
Für Sporttracks gibt es zwei Möglichkeiten, ein externes Tool von linuxpeter, welches eher rudimentär ist, und eine leicht ausgefeiltere Variante von Mark Gravestock, welche als Sporttracksplugin daher kommt und auch quelloffen verfügbar ist. Mark Gravestocks Plugin importiert jedes einzelne Set, so dass man in der Splitview sein Training detailliert sieht.

Hier wäre es noch ganz gut, wenn der Strokecount in die Kadenzspalte importiert werden würde und der Effizienzwert berechnet wird und nicht aus dem Log genommen. Mark wird da hoffentlich auch bald ein Update liefern. Bezüglich der Fehlerkorrekturen, gib es wieder nur die manuelle Möglichkeit via CSV Datei.

Fazit
PROS
•    Sieht schick aus
•    Leicht bedienbar
•    Gibt mir (fast alle) Daten die ich brauche
CONS
•    Macht Fehler
•    Software ist unausgereift
•    Keine Pausen pro Set
Für die 90€, die ich bezahlt habe ist der Kauf vertretbar. Den vollen Preis hätte ich nicht bezahlt.
Mal schauen ob Garmin das besser kann.

Jahresrückblick 2011 – Tolles Jahr mit Verletzungsende

Zwei Tage noch, dann ist dieses mein zweites Trainingsjahr als Läufer zu Ende und somit meine Karriere als reiner Läufer! Hier mein Jahresrückblick 2011:

Doch zuerst ein bisschen Statistik:

  • 3436(!) absolvierte Kilometer
  • 450 alleine davon im August in der Marathon Vorbereitung
  • 403 Stunden unterwegs (16 Tage und 19 Stunden)
  • Durchschnittspace von 5:45 min/km
  • 337 Trainingseinheiten
  • 305.643 verbrannte Kalorien
  • Durchschnittstrainingspuls von 144 bpm
  • 17 Wettkämpfe und (fast) alle gesteckten Ziele erreicht: Sub1h30 auf den Halben und sub3h30 auf den vollen, nur die sub40 auf den Zehner kam nicht. Aber alle Zeiten im Gegensatz zum Jahr verbessert: Marathon um rund 15 Minuten und Halbmarathon um rund 7 Minuten.
    Einen 10er bin ich im Vorjahr nicht gelaufen.

Und das ganze ohne einzige Verletzung!

Wie jetzt? Da steht doch im Titel: “Tolles Jahr mit Verletzungsende”
Nun ja. Die eigentliche Saison von Januar bis Ende September also in der langen Aufbauphase bis zum Marathon, wo ich echt viel und oft trainiert hab, war gar nix! Nicht ein Zipperlein. Mein Trainingstagebuch, verzeichnet eine kleine Blase einmal Muskelkater und eine Erkältung in ganzen 10 Monaten. Aber dann, als ich angefangen habe abzutrainieren, also weniger Laufen mehr FUN und Mannschaftssport wie z.B. Volleyball, Tischtennis, Schwimmen, Taiji.

Da ging’s gleich mal los. Zweite Woche Volleyball: kleine Zerrung der Wade = eine Wochen Pause (vorsichtshalber). Direkt im Anschluss schmerzte mich dann das rechte Knie vom Volleyball und wurde ein bisschen steif. Hat sich aber nach 3-6 Wochen wieder von selbst geheilt. Aber das waren nur Vorboten, die 2 Wochen dann waren wieder OK ….

UND DANN AUS DEM HEITEREN NICHTS!

Ich war grade dabei mal testweise leichte Steigerungsläufe zu machen. Nix Anspruchsvolles. 12km von einer Pace von 6:30 bis auf ~04:00 min/km steigern. Also eigentlich nur die letzten zwei km fast im Wettkampftempo ziehen. Beim dritten Lauf dann, wo ich eigentlich die Dosis auf dem letzten KM erhöhen wollte passierte es. Ein Stechen im LINKEN KNIE. Diese Knie hat nie Mucken gemacht. Das rechte hat ja schon mal einen Riss des Innenminiskus hingelegt vor 4 Jahren, der dann operativ behandelt wurde. Ich konnte damals nicht trainieren für ein paar Monate!

OK? Schreck lass nach… was geht da jetzt… fühlt sich komisch an.

Bin dann den letzten KM halb zu Ende getrabt halb gegangen, war ja nur noch 1 km. Abends zwar noch in der Stadt gewesen, mit einer Freundin im Kino, also ein bisschen Bewegung war‘s dann doch noch 😉 Am Tag darauf, Knie steif und bei jedem Schritt AUA. Sofort zum Hausarzt, der sagte dann „Verdacht auf Riss des Innenminiskus LINKS“.

Die Killer Diagnose!

Auch wenn mir alle erzählen das geht halbwegs schnell, und mir dann mit irgendwelchen Fußballern kommen, die eine Woche nach der OP wieder rumturnen. Mit meinem letzten Riss war ich bei so einem Dr. der angeblich Spezialist ist für so was und angeblich diese Fußballer wieder hin klempnert. In so einer Privatklinik in Potsdam. Bis ich wieder Rennen konnte hat‘s trotzdem Monate gedauert. Das geplante Laufjahr wäre also hin. Also sofort in Krankenhaus zweite Meinung einholen und wenn‘s sein muss am besten gleich operieren. Auf dem Weg dahin, noch jedem menge Beileid von allen lauffreunden auf facebook abgeholt inklusive Tips für Wunderdoktoren, die sowas auch ohne OP hinbekommen. Aber dann..

Glück im Unglück!

Der zuständige Arzt, hat da an meinem Knie rungedreht und ich habe geschrien wie am Spieß. Ja bis auf einmal, da sagte ich. „Nöö, tut nicht wirklich weh.“ Woraufhin er: “Dann sieht es mir doch eher nach einer Dehnung der Innenbänder aus“. Ich: “Yeeeeah! Super! Danke!“ – Da hat er aber geschaut. Hat wahrscheinlich noch nie jemanden gesehen, der sich über eine Dehnung der Innenbänder freut als ob es Weihnachten ist. Aber ich hab ja gelernt, das Positive zu sehen, in allem noch so schlechtem. Die Sache mit den Gläsern, und so 😉

Voltaren wurde also wieder mein bester Freund. Kniebandagen haben mir die Schwellung zuerst, weggedrückt , so das meine linke Wade doch erheblich dicker erschein, aber das hat sich nach zwei Tagen wieder verflüchtigt. Nach 3 Tagen habe ich die Krücken wegegelegt

Am Tag nachdem Arzt bin ich sogar für 20min Schwimmen gegangen. Knie war dabei OK, so dass ich in den 2,5 Wochen alle 2-3 Tage für 45 min Schwimmen war und an meiner Kraultechnik gearbeitet habe. Das Knie wird auf den Treppen zum Schwimmbad, mehr belastet als im Wasser. Also auch OK. Einmal war ich für eine Stunde auf meinem neuen Fahrrad. Das war fürs Knie weniger ein Problem, als für meinen Hintern. Ich hab mich einmal in Straßenbahnschienen verfangen und hab mich bei Schritttempo voll hingesetzt. So richtig aufrecht auf den Hintern. Mir ist richtig schwindelig geworden. Aber naja, der Schmerz war zumindest nach 3 Tagen weg und hat mich vom Knie Schmerz abgelenkt.

Fazit: Als angehender Möchtegern Triathlet, wirft so eine Verletzung nicht mehr so aus der Bahn, da ich ja noch so viele andere Muskelgruppen zu trainieren habe, ohne in durch Laufentzug bedingte Depressionen zu verfallen.

Morgen ist der Sylvesterlauf und ich werde mir da mein Kostüm anziehen und die Hälfte der Strecke walken oder eben nur einen KM, wie mir dann eben so ist. Als angehender Möchtegern Triathlet, kann ich mir eben den Luxus leisten auch mal zu walken im Pfannkuchenwettkampf… als weißer Hase verkleidet J Dann sogar ganz ohne Power! Niedrige Pulsbereiche sind eh die besten für die Fettverbrennung!

FROHES NEUES LEUFJAHR!

(M)Eine neue Laufuhr! – GARMIN FR 910XT

Heiko von “Laufe Marathon” hat im Oktober zu einer Blogparade aufgerufen mit dem Thema Laufuhr ja / nein und wieso. Das ist erst einmal ziemlich spurlos an mir vorbeigegangen, da mir nichts eingefallen ist was eine Ergänzung meinerseits gerechtfertigt hätte.

Das hat sich aber in den letzten Wochen mit der Fertigstellung meines ersten Grobentwurfs des Wettkampfplanes für das nächste Jahr geändert. Denn dort stehen eine paar Neuerungen für mich drin! Nach den guten Erfahrungen mit dem alternativen Schwimmtraining in diesem Jahr, habe ich nämlich zwei bis drei Aquathlons und ein bis zwei Triathlons mit reingenommen. Natürlich alles in der Kurzdistanz und erst mal ohne Zeitambitionen, da ich sonst die zwei Marathons (Hamburg und Berlin) als Saisonhöhepunkte wohl nicht schaffen würde.

Damit sind die Auswirkungen auf das Thema Laufuhr unübersehbar: Eine Laufuhr reicht hier nicht mehr wirklich aus. Man läuft ja nicht mehr nur, man schwimmt und fährt ja jetzt auch noch Rad.

Dass ich ausschließlich und nur mit Laufuhr unterwegs bin ist eigentlich nicht mehr der Erwähnung wert. Schon als Laufanfänger wurde ich, nachdem ich meine ersten anderthalb Stunden am Stück hinter mir hatte, infiziert von Pulsbereichen in denen man eigentlich trainieren soll. Und es waren die niedrigen, die schwierig einzuhalten waren und teilweise immer noch sind. Die Uhr als Tempo Bremse ist mir heute ein unverzichtbares Instrument zu Einhaltung der Trainingspläne. GPS zur Streckenaufzeichnung ist natürlich auch ein nettes Schmankerl. Immer wissen wo, und wie schnell man langläuft. Und wenn man eine neue Strecke ausprobiert, weiß man wo es langgeht und in welcher Richtung es zurückgeht.

Ich kann mich an dieser Stelle sowieso nochmals als Datenfreak outen, der sich jeden Morgen auf seine elektrische Waage stellt und in Wettkampfzeiten morgens den Blutdruck und den Ruhepuls erfasst und die Laktatwerte misst. Man mag mich für verrückt oder naiv halten, für jemanden der seinen Körper nicht kennt oder ihm nicht zuhört (trotz Yoga und Taiji), aber für mich als wissenschaftlich geprägten Menschen ist die Sammlung von Daten quasi angeboren. Ich habe die Empirie quasi mit der Muttermilch aufgesogen, sei es nur um die Behauptungen, die in den tollen Trainingsbüchern gepredigt werden für mich und meinen Körper zu widerlegen oder eben zu untermauern. Ich bin also mein eigenes Versuchskaninchen. Und das Schöne bei diesem Lauftechnikschnickschnack ist ja dass dies alles quasi wie von alleine und Zauberhand passiert. Einfach Uhr anlegen, Knopf drücken, loslaufen… that’s it!

Also Laufuhr ja!

Zur Zeit verwende ich ein ziemlich unbekanntes Modell, mit dem ich aber sehr zufrieden bin, da es mir alles liefert, was ich für meine Datensammlung brauche. Übertragung der Daten per USB an Sporttracks inklusive.

Die Globalsat GH625m. Sie ist zwar ein bisschen klobig, aber im Funktionsumfang entspricht sie bis auf die kodierte HF Übermittlung ziemlich genau dem was der Garmin Forerunner 305 bietet. Aber für gut und gern 60% des Preises. Ich hatte aber in den letzten zwei Jahren keine großen Probleme mit der HF Erfassung. Manchmal sind die Werte am Beginn einer Einheit ungewöhnlich hoch. Aber eine bisschen Spucke unter den Gurt hat das meistens behoben.

Mit meinen gewachsenen Anforderungen für den Triathlon fällt das Augenmerk jetzt auf Multisport Uhren

Meine zukünftige ideale Sportuhr ist wasserdicht (nicht IPX7 oder so) und so kann ich sie beim Laufen, Fahrradfahren und Schwimmen gleichermaßen benutzen.

Sprich beim Laufen krieg ich alles was ich jetzt schon hab:

  • Streckenlänge per GPS (möglichst intern, zusätzlich per footpod wäre auch nicht schlecht)
  • Pace
  • Herzfrequenz
  • Zeit
  • Intervallinformation: Zeit, Strecke und Pace des aktuellen Intervalls mit Zusammenfassung am Ende
  • etc, etc …

Beim Fahrradfahren zusätzlich:

  • Trittfrequenz
  • Wattmesssystem

Beim Schwimmen zusätzlich:

  • Anzahl der Bahnen
  • Anzahl der Schwimmzüge
  • Schwimmstil

Mehr brauche ich nicht! Alles andere inklusive Höheinformationen macht dann die Sporttracks Software oder das Analyseportal. Und schick muss die Uhr für mich auch nicht wirklich aussehen.

ABER so etwas gibt es (noch) nicht! Jede Uhr die ich mir so angeschaut habe deckt nur einen Teilbereich ab. Unterschiedliche Uhren je nach Sportart sind eigentlich nur beim Training eine Option. So könnte man zum Beispiel die Polar RCX5 oder Garmin 310XT, 610 für Laufen und Fahrrad und beim Schwimmen mit dem Swimovate Pool-Mate PRO oder dem Finisinc Swimsense kombinieren. Aber das mit der HF Messung im Wasser kann wohl nur Polar und Suunto so richtig, mit meiner alten Polar A1 hab ich es erfolgreich getestet.

GARMIN FR 910XT

Die Uhr die meinen Vorstellungen am nächsten kommt ist die Garmin FR 910XT, die nur noch ein kleinen Nachteil hat: Die Herzfrequenzmessung funktioniert nicht unter Wasser. Ob ich mir dann doch einfach meine Polar A1 zusätzlich umschnalle?

Aber ich möchte bei meinem ersten Aquathlon/Triathlon Wettkampf schon möglichst nahtlos von einer Sportart in die nächste kommen. Die Aufregung wird ohnehin schon groß genug sein, dass ich mich nicht mit Brustgurtwechseln und ähnlichem rumschlagen möchte. Und die Sportart wechselt man wohl bei der 910XT wohl nur mit einem Knopfdruck.

Ich denke das mit der Garmin FR 910XT man schon ein Wunderwerk der aktuellen Technik in die Hand bekommt. Die fehlende HF Übertragung unter Wasser ist wohl der geforderten WIND Produktkompabilität zuzuschreiben. Vielleicht liest das ja jemand von Garmin und schickt mir das Wunderding der Technik ja mal zum testen. Ich bin gespannt ob sich meine Begeisterung sich dann so forstsetzen wird, wie ich hoffe.